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6 Gründe, warum Sie Preise auf Ihrer Website veröffentlichen sollten

Claudia Frank
Claudia Frank

Autorin // Lovely Webdesign

Ja Sir. Sie sollten Ihre Preise auf Ihre Website setzen. Der Preis ist schließlich immer eine Frage, die Sie sich beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung stellen, oder? Aber trotz all dem scheut die Mehrheit der Dienstleister – Architekten, Garten- und Landschaftsbauer, Handwerker etc. inbegriffen – immer noch davor zurück, ihre Preise (alternativ Vergütung, Honorar) online anzuzeigen. Welche Gründe es gibt, dies dennoch zu tun, zeige ich hier auf.

Sie benötigen keine Preis- oder Vergütungstabelle
Sie brauchen nicht zwangsläufig eine Preis- oder Vergütungstabelle. Das funktioniert in vielen Fällen gar nicht. Aber ein Preisrahmen von – bis oder auch ab … funktioniert meist schon. Bei Architekten ist es üblich, einen prozentualen Wert nach Leistungsphasen anzusetzen. Mindestens können Sie aber einen Stundensatz nach Qualifikationsniveau (Gehilfe, Meister, Techniker etc.) angeben. In einem der folgenden Posts zeige ich dafür Praxisbeispiele aus verschiedenen Bereichen auf.

Wenn Sie einen Blick auf die Vergütung von Webdesign-Services von Lovely Webdesign werfen, werden Sie sehen, dass hier Preise genannt werden, mit wieviel EUR Sie z.B. für einen One-Pager oder eine Business-Website rechnen müssen. Die Vergütung für das kleinste Paket startet ab 1450 EUR. Festgehalten ist auch, was darin alles beinhaltet ist. Bewusst ist hier kein absoluter Fixbetrag genannt. Deshalb können Sie auch keine direkte Buchung vornehmen. Konkreter geht es bei Lovely Webdesign nicht, da der zeitliche Aufwand für den Bau einer Website von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängt. Und der bestimmt letztendlich den Preis, da die anderen Kosten hier eher nebensächlich sind. Die Angaben reichen jedoch, um potentiellen Kunden eine Vorstellung zu geben, was auf sie zukommt.

Lange Rede kurzer Sinn. Nun zu den eigentlichen Gründen, warum die Benennung von Preisen vorteilhaft ist:

1. Sie vermeiden unangenehme Gespräche

Kunde: Mmmh… Was kostet denn ein XX?
Sie: Nun, das kommt darauf an. Was haben Sie denn für ein Budget?
Kunde: Nun. Ich bin mir nicht sicher. Was berechnen Sie normalerweise?
Sie: Es kommt ganz darauf an.

Kennen Sie solche Gespräche? Nicht wirklich gut, oder? Klingt aber doch vertraut. Brechen Sie diesen Teufelskreis, indem Sie hier transparenter sind und der potenzielle Kunde eine Vorstellung bekommt, mit was er rechnen kann. Wenn der Kunde auf Sie zukommt, können Sie erst einmal entspannt über das eigentliche Vorhaben sprechen. Und das Vergütungsthema kommt erst viel später, wenn alles Konkreter geworden ist. 

2. Sie bauen Vertrauen auf

Wenn Sie Ihre Preise publizieren, schaffen Sie Vertrauen zu Ihren Besuchern. Denn das Gefühl der vermeintlichen Abzocke kommt erst gar nicht auf, da ihr Besucher schon eine Vorstellung hat, mit was er (in etwa) rechnen muss. Und er weiß auch, dass Sie für eine gleichartige Leistung bei einem anderen Kunden das gleiche verlangen – das ist dann fair. 

3. Sie ziehen die Kunden an, die Sie wollen

Der meiner Meinung nach wichtigste Vorteil in der Ausweisung von Preisen liegt darin, dass Sie Kunden anziehen, die bereit sind, in der Preisspanne zu investieren, die für Sie passt. Indem Sie Ihre Preise anzeigen, machen Sie deutlich, auf wen Sie abzielen. Gehören Sie preislich zum Beispiel zum Mittelfeld, stoßen Sie ganz automatisch die „Billigheimer“ ab und vermutlich auch die High-Endkunden. Bei Letzteren mögen Sie in dem genannten Beispiel vielleicht traurig sein, aber in den meisten Fällen haben diese eben auch besondere Wünsche, die erfüllt werden müssen.

4. Sie sparen viel unnötige Zeit

Wieviel Zeit verbringen Sie pro Woche mit Anrufen oder der Beantwortung von Mails von Personen, die für Ihr Geschäft völlig falsch sind? Wahrscheinlich einige Zeit. Hier können Sie ansetzen und effektiver werden. Sparen Sie sich die Zeit lieber für Dinge, die Ihr Geschäft wirklich weiterbringen. Und Ihren Interessenten hilft es auch – schließlich müssen sich diese nicht mit Preisanfragen abmühen, wenn ohnehin klar ist, dass sie in dem ein oder anderen Fall nicht der richtige Partner sind.

5. Sie ragen damit heraus

Eines der häufigsten Gegenargumente lautet, dass das Publizieren von Preisen in bestimmten Metiers nicht üblich ist. Nun, genau das ist Ihre Chance. Stellen Sie sich vor, Sie sind der Erste in Ihrer Branche, der genau das tut. Unerhört? Machen Sie es einfach clever und überlegt. Das wird Sie in diesem Fall  automatisch von Ihren Wettbewerbern abheben und als innovativer Denker positionieren.

6. Sie können es für die Suchmachinenoptimierung nutzen

Wie hilft die Anzeige Ihrer Preise bei der Suchmachinenoptimierung? Das ist eine gute Frage. Wissen Sie, was eine der Top-Fragen der Suchenden ist – Nun, Sie können es sich fast denken: „Wie teuer ist das?“

Beispiele gefällig aus dem Bereich Webdesign:

Wie viel kostet eine Website?
Wie viel kostet ein Texter?
Wie viel kostet eine Online-Beratung bei einem Webdesigner?

Preisbezogene Schlüsselwörter und Phrasen sind sehr beliebte Suchbegriffe. Wenn Sie Ihre Preise auf Ihrer Website publizieren, vor allem, wenn ein Großteil Ihrer Branche davor zurückschreckt, dann könnten Sie mit mehr Traffic für Ihre Website rechnen. Das Ganze lässt sich noch verstärken, wenn Sie Blogposts darüber schreiben. Hier ist ein Artikel, den ich kürzlich zu dem Themenkreis verfasst habe: Wie viel kostet eine professionelle Firmen-Website?

Gibt es auch Nachteile?

Yeap! Ein Argument, was nachvollziehbar gegen eine Publizierung spricht, ist das Ihre Wettbewerber dies als ihren Vorteil nutzen können und sie preislich unterbieten. Dieses Risiko haben Sie leider immer. Kunden, die ausschließlich auf Preise fixiert sind, suchen sich dann tatsächlich den für sie billigsten. Aber der Preis allein ist nicht für alle Kunden das ausschlaggebendste Kriterium. Das wissen Sie ja. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Leistungen und Ihre besonderen Unterscheidungsmerkmale auch in einer optisch ansprechenden und verständlichen Form präsentieren. Sonst könnte der Schuss tatsächlich nach hinten losgehen. Mit einem guten Webauftritt haben Sie aber die besten Chancen, dem entgegenzuwirken. 

Zusammenfassung

Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen die wichtigsten Vorteile der Publizierung Ihrer Preise auf Ihrer Website gezeigt. Mit einer geschickten Platzierung Ihrer Preise ragen Sie aus der Masse heraus, ziehen die richtigen Kunden an und halten sich die Falschen vom Leib. Natürlich können Sie nicht in jedem Fall eine einfache Preistafel veröffentlichen. Welche Möglichkeiten es gibt, zeige ich Ihnen in einem der nächsten Artikel anhand von praktischen Beispielen. Bleiben Sie also dran.

Wie sehen Sie das? Haben Sie diesbezüglich schon Erfahrungen sammeln können? Ich würde gerne Ihre Gedanken erfahren. Schreiben Sie mir einfach einen Kommentar. Ich freue mich.

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