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Die 7 Eckpfeiler für einen attraktiven Webauftritt

Claudia Frank
Claudia Frank

Autorin // Lovely Webdesign

Fesch soll die Braut schon sein, nicht wahr? Das gleiche gilt auch für Ihren Webauftritte. Aber was muss ein Webauftritt mitbringen, damit er attraktiv ist? Es gibt 7 Eckpfeiler, die unbedingt dazu gehören. Als da wären:

1. Website-Strategie

Im ersten Schritt geht es darum, zunächst grundsätzliche Fragen zum Unternehmen und den mit Ihrem Webauftritt verbundenen Ziele zu klären. Dazu gehören Fragen wie:

  • Für wen ist Ihre Website gedacht?
  • Was wollen Sie mit Ihrer Website erreichen?
  • Was ist Ihr konkretes Angebot?
  • Warum werden Besucher Ihre Website aufsuchen?
  • Was sollen sie tun?
  • Wie passt eine Website in Ihr Geschäftsmodell?
  • Was machen Ihre Wettbewerber online?
  • Wie erfolgreich sind Ihre Wettbewerber damit?
  • Was macht Ihr Unternehmen unterscheidbar?
Mit dieser Klärung haben Sie ein Fundament, mit der Sie dann eine ganz individuelle Website-Strategie entwickeln können, die zu Ihrem Unternehmen passt, wie die Faust aufs Auge. Eine ausführliche Beschreibung, wie Sie zu einer solchen Strategie kommen, finden Sie in Martin Hahns Blogpost: „Die 3 Aspekte einer effektiven Webdesign-Strategie“.
Website - Strategie

2. Struktur

Die Website-Struktur bezieht sich darauf, wie Ihre Website verschiedene Seiten und Bereiche auf Ihrer Website verbindet. Zur Website-Struktur zählt die Navigation (Menüs), Brotkrümel-Pfade, Taxonomien, Kategorien und Tags sowie die interne Verlinkung. 

Ihre Website muss eine definierte Struktur haben, denn ohne sie wird es nur eine zufällige Sammlung von Seiten und ggf. Blogbeiträgen sein. Ihre Benutzer benötigen diese Struktur, um auf Ihrer Website zu navigieren und von einer Seite zur anderen zu kommen. Google verwendet auch die Struktur Ihrer Website, um zu bestimmen, welche Inhalte wichtig und was weniger relevant ist. Mehr dazu in dem Blogpost: „Site Structur: The Ultimate Guide“.

Flache Menüs mit idealerweise nicht mehr als 1 Submenü-Tiefe sind auch Nutzersicht tieferen Strukturen vorzuziehen. Achten Sie auf Klarheit und Übersichtlichkeit, um die Auffindbarkeit von Inhalten für Ihre Besucher so einfach wie möglich zu machen. 

Webauftritte - Struktur

3. Inhalte („Content“)

Website-Inhalte umfassen die Texte, Bilder, Grafiken, Videos oder andere Medien auf Ihrer Website. Auch sogenannter „Micro-Content“ zählt dazu, wie zum Beispiel die Benamung der Menüpunkte, Formularfelder etc.

Achten Sie insbesondere auf aussagekräftige, fehlerfreie Texte sowie hochwertige Bilder. Falls Sie nicht über die erforderlichen Kenntnisse zum Texten verfügen, ist die Investition in einen guten Texter empfehlenswert, zumindest was die wichtigsten Seiten (Startseite, Services) anbelangt.

Wie bereits erwähnt, muss der Inhalt auf Ihrer Website in Übereinstimmung mit Ihrer Strategie und Ihren Website-Zielen stehen. Wollen Sie beispielsweise die Anzahl der Anfragen von nicht zu Ihrem Geschäft passenden Kunden reduzieren und gleichzeitig mehr Wunschkunden gewinnen wollen, müssen die Webseiten-Inhalte Ihre Website-Besucher über Ihr Angebot und Ihre Abläufe in einer klaren und einfach konsumierbaren Form aufklären.

Website-Inhalte (Content)

4. Design

Zum eigentlichen Design einer Webseite gehört das Layout, die Gestaltung von Header („Kopfzeile“) und Footer („Fußzeile“), die Einbindung der Inhalte und die besonderen visuellen Elemente auf der Website, wie Schriften, Farben, Buttons etc.

Zu jedem guten Design gehört die Berücksichtigung der vier grundlegenden Designprinzipien: Kontrast, Ausrichtung, Wiederholung und Nähe.

Worauf es bei einem guten Design ankommt, schreibt Dieter Rams in seinem Blogpost: Dieter Rams: „10 Timeless Commandments for Good Design“.

Designkonzepte werden bei hochwertigen Webprojekten in einem stufenweisen Prozess von Wireframes bis hin zu Screendesigns entwickelt. Bei kleineren Webprojekten, wie z.B. bei WordPress-Webautritten mit Themes („Vorlagen“), wird darauf häufig ganz oder teilweise verzichtet.

Website - Design im engeren Sinne

5. User Experience

User Experience („UX“) konzentriert sich auf die Nutzerfreundlichkeit eines Produktes. Bei einer Website geht es dabei um das intuitive und einfache Interagieren mit der Website. Ausdrückliches Ziel ist es, den Besuchern ein möglichst positives Erlebnis zu bieten. Dies schließt ein, dass Inhalte übersichtlich dargestellt werden, dass die Interaktion mit den verschiedenen Elementen der Seite reibungslos funktioniert und dass die Inhalte logisch miteinander verknüpft sind.

Auch bei Websites  ist die User Experience ein entscheidendes Erfolgskriterium. Nutzer einer Website setzen eine gute Bedienbarkeit heutzutage einfach voraus. Kann die Website dem Besucher das nicht bieten, weil es z.B. zu lange dauert, bis sich der Besucher auf der Website zurecht findet, führt dies zur Unzufriedenheit des Nutzers. Die Website weist dann oft eine hohe Absprungrate (engl. Bounce Rate) auf. Das gesuchte Produkt oder Angebot wird dann anderweitig gesucht und ggf. gekauft.

Warum User Experience so wichtig ist, erfahren Sie in dem Blogpost von Carsten Prenger „Darum ist User Experience so wichtig“.

Webauftritte - User Experience

6. Responsive Design

Unter responsivem Design versteht man die Ausgestaltung einer Website, die sich in der Darstellung flexibel an die Größe des  Browserfensters des Endgerätes (PC, Tablet, Smartphone) anpasst. Anders ausgedrückt: Beim responsive Design wird eine Webseite je nach Bildschirmgröße und/oder Endgerät anders dargestellt, um die Besucherfreundlichkeit zu gewährleisten.

Webdesigner wählen diese Form, damit die Nutzer eine Webseite unabhängig vom verwendeten Endgerät problemlos nutzen können.

Achten Sie beim etwaigen Kauf eines Themes immer darauf, dass es sich responsiv verhält und entsprechend optimiert werden kann. 

Verzichtbar ist responsives Design heutzutage auf keinen Fall. Der Anteil der Smartphone-Nutzer liegt mittlerweile in Deutschland bei über 80 %. Auch bei Google Rankings wird responsives Design als Faktor mit einbezogen.

Webauftritte - Responsive Design

7. Performance

Was nützt eine Website, die erst nach zig Sekunden lädt? Ladegeschwindigkeit ist ein entscheidender Faktor, ob potenzielle Besucher überhaupt auf Ihre Website kommen und den Vorgang nicht bereits währenddessen aufgeben.

Optimieren Sie Ihren WordPress-Webauftritt immer auch auf rasche Ladegeschwindigkeiten. Wie Ihre Website momentan da steht, können Sie hier kostenfrei messen:

https://tools.pingdom.com/
https://gtmetrix.com/
https://www.webpagetest.org/

Worauf Sie bei einer Optimierung alles achten achten müssen, erläutert u.a. dieser Artikel: WordPress Performance Optimierung – Tipps, Tricks & Tools

Neben der Ladegeschwindigkeit zählt auch die Verfügbarkeit Ihrer Website eine große Rolle. Hierzu brauchen Sie in erster Linie einen guten Webserver bzw. einen guten Hosting-Anbieter. 

 

Webauftritte - Performance

Zusammenfassung

Bei einem guten Webauftritt geht es um weit mehr als nur gutes Design. Erst wenn alle 7 Faktoren, nämlich Strategie, Struktur, Inhalte, Design, Nutzererfahrung, responsives Design und Performance stimmen, haben Sie einen guten Webauftritt. Am häufigsten übersehen wird dabei oft die grundlegende Strategie.

Validieren Sie Ihre Erfolge mit Ihrem Webauftritt u.a. auch mit Webanalyse Tools à la Google Analytics und machen Sie Nutzerbefragungen. Damit hört das Ganze aber noch nicht auf. Um im Web gefunden zu werden, gibt es noch eine Reihe von anderen Faktoren zu beachten, wie Suchmaschinenmarketing etc. Doch dazu in späteren Posts mehr.

Wie sind Ihre Erfahrungen in Bezug auf dem Gebiet? Gibt es Themen, die Sie dabei als besonders herausfordernd betrachten? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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