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Warum Sie einen Wartungsvertrag für Ihren WordPress-Webauftritt brauchen

Claudia Frank
Claudia Frank

Autorin // Lovely Webdesign

Sie haben eine neue WordPress-Website? Gut. Haben Sie sich auch darüber Gedanken gemacht, Sie regelmäßig auf dem neusten technischen Stand zu halten und für ein Backup zu sorgen? Nein? Dann wird es höchste Zeit.

Das Problem ist, Websites sind anfällig für technische Probleme, Ausfallzeiten und Hacking. Was können Sie also tun, um Ihre Website sicher zu halten?  Sie können die Arbeit selbst verrichten – oder Dritte damit beauftragen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen aufzeigen, warum es sinnvoll sein kann, einen Wartungsvertrag abzuschließen.

Was ist ein Wartungsvertrag?

Ein Wartungsvertrag ist ein Service, um Ihre Website auf dem neuesten technischen Stand zu halten, zu monitoren und vor Hackerangriffen bestmöglich zu schützen.

Was darin enthalten ist, ist anbieterabhängig und sehr variabel. Es macht einen Unterschied, ob Sie eine kleine Landingpage, eine Unternehmenswebseite oder einen hochverfügbaren Onlineshop mit WooCommerce betreiben. Entsprechend variieren die Kosten.

Basis-Leistungen, die darin enthalten sind, beinhalten:

  • Updates der WordPress-Plattform
  • Updates von Themes
  • Updates von Plugins
  • Backups der Website

Spezifische Leistungen beinhalten:

  • 24/7 Security
  • Performance Monitoring
  • Malware-Scan
  • Reporting
  • Bestimmte Premium-Plugins
  • Beratungs- und Supportleistungen
  • etc.

In der Regel liegen die Preise zwischen 50 und 200 EUR pro Monat, je nachdem, was im Paket enthalten ist.

Übersicht

1.Regelmäßige Aktualisierung der Software

Die meisten Websites haben neben dem eigentlichen Content-Management-System Plugins und Themes, die fortlaufend weiterentwickelt werden. Warum gibt es diese Weiterentwicklungen? Zum einen, weil bestimmte Dinge optimiert werden, z.B. benutzerfreundlicher gemacht werden, zum anderen aber auch, um etwaige Sicherheitslücken zu schließen. Es gibt kein größeres Software-Gewerk, dass zu 100 % fehlerfrei ist. Des Weiteren sind die Komponenten oft auch in sich abhängig. Wird der Content-Management-Kern weiterentwickelt, hat dies oft auch Auswirkungen auf Themes und Plugins. Bei den Plugins und Themes können Sie deshalb auch im Regelfall lesen, bis zu welcher WordPress-Version sie auf jeden Fall kompatibel ist.

Angaben Plugins
Abbildung: Angaben von WordPress-Plugins zur Kompatibilität mit der WordPress-Version

Wenn Sie all diese Updates selbst managen wollen, kann dies eine zeitaufwändige Aufgabe sein. Wenn Sie einen Wartungsvertrag haben, werden diese Updates für Sie durchgeführt, sodass Sie Ihre Zeit für Ihr Kerngeschäft nutzen können.

2. Regelmäßige Website-Backups

Ein Website-Backup ist eine gespeicherte Kopie der Dateien Ihrer Website und der Datenbank zu einem bestimmten Zeitpunkt, z.B. vor einem Tag, vor einer Woche, vor einem Monat. Die Dateien und die Datenbank können wiederhergestellt werden, wenn etwas mit der Website schief geht.

Wenn Sie keine regelmäßigen Backups Ihrer Website haben, dann sind Sie gefährdet, wenn etwas nach einer Aktualisierung kaputt geht oder Ihre Website gehackt wird.

Wenn Sie einen Wartungsvertrag haben, wird regelmäßig ein Backup Ihrer Website gespeichert: In der Regel auf dem Hosting-Server täglich und zusätzlich meist lokal oder in der Cloud – der Turnus ist vertragsabhängig.

Wenn Sie also versehentlich etwas durcheinandergebracht haben oder etwas kaputt gegangen ist, kann Ihre Website zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederhergestellt werden.

3. Schutz vor Hackern

Die Sicherheit Ihrer Website ist SEHR WICHTIG. Sie als Website-Inhaber tragen die Verantwortung für Ihre Website. Ohne Sie erschrecken zu wollen, aber Websites werden leider in größerem Stil gehackt. WordPress als beliebtestes Content-Management-System der Welt ist bei der Anzahl an Hacks ganz vorn. Hacks geschehen manchmal sogar, ohne dass Sie es zunächst bemerken. Der Schaden kann aber immens sein. Kein Spaß!.

Mit regelmäßigen Updates des WordPress-Kerns, der Plugins und des Themes hat Ihre Website weniger Schwachstellen. Je veralteter die Komponenten sind, desto anfälliger für Hacks sind sie.

Weniger Schwachstellen für Hacker durch regelmäßige Aktualisierungen

Nicht nur Ihre Website ist in Gefahr, auch darin gespeicherte personenbezogene Daten von Besuchern und Kunden. Wenn Sie keine effiziente Sicherheit auf Ihrer Website aufgebaut haben, sind auch diese Daten gefährdet mit der Folge, dass Sie sich nicht nur einen Rufschaden einhandeln können, sondern auch wegen Fahrlässigkeit angezeigt werden können. Die Bußgelder aufgrund der Richtlinien der DSGVO sind empfindlich.

Mit einem Wartungsvertrag haben Sie eine zusätzliche Sicherheitsebene, um Ihre Website und die Daten Ihrer Kunden und Besucher zu schützen.

4. Es kann immer auch etwas mal kaputt gehen

An Ihrer Website kann auch immer mal etwas schieflaufen. Einerseits durch die Aktualisierungen selbst. Nach einem Update können bestimmte Plugins oder auch Themes aufhören, wie gewohnt zu funktionieren. Jetzt kommt es darauf an, was in Ihrem Wartungsvertrag vereinbart ist. Ist eine etwaige „Reparatur“ Ihrer Website inbegriffen? Prüfen Sie diesen Punkt im Vorfeld, damit Sie wissen, wo Sie stehen, wenn mal etwas passieren sollte.

Ohne diesen Reparaturservice kann es notwendig, sein, dass sofern das Problem nicht kurzfristig gelöst werden kann, Ihre Website durch ein Backup wieder in den vorangegangenen Zustand versetzt werden muss. In einem abgeschotteten Testbereich könnte dann beispielsweise getestet werden, wo der Fehler liegt.

Es kann auch passieren, dass Ihnen unabsichtlich ein Fehler unterläuft und Sie etwas versehentlich löschen oder kaputt machen. Mit einem Wartungspaket sind sie in der Lage, eine frühere Version Ihrer Website wiederherzustellen oder wiederherstellen zu lassen. Dann ist alles wieder so, wie es zum Zeitpunkt X war, an dem das Backup stattgefunden hat.

5. Zusätzliche Beratungsleistungen

Wenn Sie ein zukunftsorientierter Unternehmer sind, möchten Sie vielleicht Ihre Website weiterentwickeln. So sind Sie vielleicht interessiert an Beratungsleistungen, wie z.B. Ratschläge zu E-Mail-Marketing oder Bloggen.

Einige Pläne von Agenturen bieten E-Mail-Support und/oder Telefon-Support als Teil ihres Pakets. Das bedeutet, wenn Sie irgendwelche Fragen haben oder zusätzliche Anleitungen benötigen, haben Sie immer jemanden zur Hand, der Ihnen hilft.

Üblicherweise ist hierzu ein bestimmtes Stundenkontingent pro Monat vereinbart.

6. Änderungen an der Website als Services

Zusätzlich zu Beratung benötigen Sie möglicherweise jemanden, der regelmäßig auf Ihrer Website arbeitet. Dies könnte das Erstellen neuer Seiten, das Hinzufügen von Bildern und Text oder das Einfügen von Elementen beinhalten. In vielen Fällen können Sie dies natürlich auch selbst tun, aber wenn Sie bessere Dinge zu tun haben und das nötige Kleingeld, können Sie für einen Wartungsvertrag bezahlen, der eine bestimmte Menge an Stunden für diese Arbeiten pro Monat beinhaltet. Starten Sie mit 1-2 Stunden pro Monat und schauen Sie, wie weit sie damit kommen.

7. Sparen Sie Geld bei Hosting

Hosting ist wie die Vermietung von Raum im Internet. Sie müssen in diesem Fall eine Vergütung zahlen, um Ihre Website live zu halten. Die Kosten hierfür belaufen sich in Abhängigkeit des Paketes und Dienstleisters zwischen 50 und 500 Dollar pro Jahr.

Einige Webdesign-Agenturen schließen diese Serviceleistung in ihren monatlichen Wartungsvertrag ein. Mitunter ist dies eine kostengünstige Variante. Prüfen Sie diese Option, sofern Ihnen dies angeboten wird.

Zusammenfassung

Sie müssen sich entscheiden, ob Sie die Zeit dafür aufbringen wollen, selbst regelmäßig mindestens einmal im Monat die Wartung Ihrer Website durchzuführen oder einen geeigneten Dienstleister dafür zu bezahlen. So oder so. Sie müssen etwas unternehmen, oder Sie laufen Gefahr, dass Ihre Website in der ein oder anderen Form Schaden nimmt oder Sie sie irgendwann ganz und gar verlieren.

Bitte beachten Sie, dass ein Wartungsvertrag nicht hundertprozentig garantieren kann, dass Ihre Website nicht gehackt wird oder Sie einen Teil Ihrer Arbeit verlieren. Jede Website ist anfällig. Aber es wird die Wahrscheinlichkeit, dass so passiert, deutlich verringern und den Schaden begrenzen, wenn es dies tut.

Dies ist übrigens keine Sales Pitch: Es geht mir darum, Sie für die potenziellen Risiken der Verwaltung Ihrer Website zu sensibilisieren. Lovely Webdesign verkauft keine Wartungspakete an Dritte, es sei denn, die Website wurde von Lovely Webdesign selbst erstellt. Warum erfahren Sie in diesem Artikel: Warum Lovely Webdesign keine Anpassungen bei anderen Webauftritten vornimmt.

Über Sie

Waren Sie schon einmal Opfer von Hackerangriffen? Was war die Ursache dafür? Teilen Sie einfach hier Ihre Erfahrungen. Ich würde mich freuen. 

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